Am Ende der Bay

Mornington Peninsula
Mornington Peninsula

Es war an der Zeit. Finally! Unser Hyundai ist den ganzen Morgen vor Aufregung schon unruhig in seinem Stapelparkplatz herumgehüpft. Kein Wunder! Unsere Trecking-Hosen mussten wir erst wecken. Die hatten nach Borneo nicht schon wieder mit einem Einsatz gerechnet. Auch unser Navi wusste genau, worum es geht, und hatte sich vorgenommen diesmal alles richtig zu machen. Wie üblich versagte es aber kläglich. ;-)

Macht nichts! No worries! Wir sind trotzdem angekommen. Nur ein kleines bisschen verspätet: zu unserem ersten Wochenendausflug von Melbourne aus!

 

Ziel war die Mornington Halbinsel, die die Port Phillip Bay von Osten her von der Bass Strait abschließt. Knapp 100 km oder laut Aussage unseres Navis 2 Stunden 20 Minuten von St. Kilda entfernt liegt der Nepean Nationalpark. Auf dem Rückweg haben wir es in 1 Stunde 20 Minuten geschafft...

Am Parkeingang treffen wir zunächst auf die alte Quarantänestation. Glück gehabt: Ende der 70er, als wir geboren wurden, wären wir bei unserer Einreise vermutlich noch hier in Empfang genommen worden und nicht am Tullamarine Airport…

Bis zum Point Nepean, der Spitze der Halbinsel, wo sich die Bay zum Meer hin öffnet, sind es gute 5 km. Breite Wanderwege führen die schmale Landzunge entlang. Die Vegetation ist stark vom Wind geprägt und die Bay macht hier tatsächlich den Eindruck eines richtigen Meeres. Dagegen hat sie bei uns in St. Kilda doch eher die Ruhe weg...

Immer wieder kommen wir auf unserem Weg an militärischen Verteidigungsanlagen vor allem aus dem ersten und zweiten Weltkrieg vorbei, die hier irgendwie so gar nicht hinpassen. Wie schon häufiger wird uns dabei wieder erstaunt bewusst, dass Deutschland tatsächlich auch mit Australien im Krieg lag.

 

Schließlich erreichen wir das Ende der Landzunge und die Bellarine Halbinsel auf der gegenüberliegenden Seite der Bay wirkt zum Greifen nah. Wenn wir uns umdrehen, sehen wir die Mornington Halbinsel zu unseren Füßen liegen. Von Norden und Süden her rollen die Wellen aus der Bass Strait und der Port Philip Bay beständig an Land und wir wundern uns ein wenig, warum dieses schmale Stückchen Land eigentlich noch nicht weggespült wurde. Nur Delphine und Kängurus sehen wir leider keine.

 

Für den Rückweg wählen wir dann den Weg über den Sand am Strand entlang. Die Flut hat hier in den letzten Wochen offensichtlich ordentlich gewütet. Da wir unsere Sandwiches bereits lange verputzt haben, gibt es (leider) keinen triftigen Grund für eine weitere größere Pause, obwohl die Umgebung traumhaft ist! Und so sind wir ziemlich schnell wieder an der Quarantänestation. Da wir erstaunlich k.o. sind, schauen wir uns doch nicht mehr, wie ursprünglich geplant, die umliegenden Orte an. Das heben wir uns lieber für einen weiteren Sonntagsausflug auf. :-)

 

Ach ja, fast vergessen zu erwähnen: beim Betrachten der Fotos immer im Hinterkopf behalten, dass das ein Winterausflug war. ;-)

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Kommentare: 3
  • #1

    traeumeleben (Donnerstag, 05 September 2013 14:40)

    Ja, ja, auch unser Navi ist oft der Meinung, dass wir fuer 100 km gut zwei Stunden brauchen. Nur auf bolivianischen Strassen werden da, zu unserem Leidwesen, auch schon mal ganz leicht fuenf oder mehr draus :-(
    An so einen Winterausflug koennten wir uns uebrigens auch gewoehnen ;-)

  • #2

    Mücke (Freitag, 06 September 2013)

    Wunderbar wir ihr uns teilhaben lässt.
    Solltet ihr einmal in Europa sen - dann könnte ich ein gutes Equivalent in Tarifa bieten. Die Atlankikküste bei uns " um die Ecke" ist ebenso wunderbar. Eingeladen seid ihr IMMER :-)

    Was macht der Job?
    Un abrazo,
    Eure Mücke

  • #3

    Heike (Sonntag, 08 September 2013 20:07)

    Hallo Mücke,
    die Gegend um Tarifa ist bestimmt ebenfalls traumhaft schön! Gerne kommen wir auf die Einladung bei Zeiten zurück :-)! Wann das sein wird, können wir allerdings im Moment leider nicht abschätzen ;-)...

    Liebe Grüße,
    Heike