Wohnung am Meer und unsere Abenteuer darin

Strand von St. Kilda
Strand von St. Kilda

Nach einem knappen Monat in Australien war nun wirklich mal wieder eine größere Veränderung fällig. Nicht das hier noch der Alltag einbricht. ;-)

Wie wäre es also mit einem Umzug? Gesagt, getan! Und wie zieht man um, wenn man kein Auto hat? Genau, mit dem Taxi! Wollen doch mal sehen, ob wir unsere ganzen Habseligkeiten aus Deutschland (siehe ‚Der erste Tag…’), plus drei Paar Schuhe (zweimal Jogging und einmal Vorstellungsgespräch), plus zwei Joga-Matten, die noch nicht einmal benutze wurden (siehe ‚...und die erste Woche’), plus Wäschekorb, plus diverse Lebensmittel, plus ein Drucker, plus eine Daunenjacke, plus 30 Kleiderbügel, plus noch ein paar andere Kleinigkeiten, die mir gerade nicht einfallen, immer noch in ein Taxi reinbekommen!

‚Kein Problem!’, wie sich herausstellte. Wir hatten einen Kombi bestellt und gleich einen ganzen Bus bekommen samt einem nicht ganz ortskundigen, freundlichen indischstämmigen Fahrer.

 

Keine 15 Minuten später standen wir also in unserer neuen Wohnung. Mit Meerblick!!! OK, es ist die Art von Meerblick, die jetzt nicht direkt ins Auge sticht. Aber: Meerblick!!! Und Achterbahnblick, den aber richtig. ;-)

 

Seit Montag wohnen wir jetzt also in St. Kilda… und haben sogar bereits wieder Internet (wie man unschwer daran erkennen kann, dass wir wieder neue Texte auf unserer Homepage einstellen)! Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an Heikes Leidenszeit auf unserer Suche nach einem geeigneten Telekommunikationsanbieter (siehe ‚Résumé’)? Letztendlich haben wir uns tatsächlich mangels Alternative für einen 24-Monats-Knebelvertrag entschieden. Eigentlich nicht wirklich das, was wir wollten, dafür können wir aber auf der Habenseite verbuchen, dass es nur vier statt der befürchteten 14 Tage gedauert hat, bis der Anschluss gelegt war.

 

Wie üblich kommt an dieser Stelle nun allerdings ein ‚allerdings’: allerdings war das Legen des Anschlusses etwas schmerzhaft…

Angefangen hatte es am Mittwoch, wo wir eine Stunde vor dem Termin, an dem wir den Techniker erwarteten, feststellen mussten, dass keiner unserer Schlüssel geeignet war, um den Schrank zum Telefonverteiler auf unserer Etage aufzuschließen. Also musste in einer Hauruck-Aktion noch der passende Schlüssel bei der Hausverwaltung in der Innenstadt organisiert werden. Exakt eine Stunde später war der richtige Schlüssel dann auch tatsächlich vor Ort, wer allerdings an diesem Tag nicht mehr kam, war der Techniker!

‚Aber am nächsten Tag’, so versprach man uns per Email. ‚Bitte nur nicht zwischen elf und zwölf’, war unsere Antwort, denn da sollte mein erstes Telefoninterview für eine der Stellen, auf die ich mich beworben hatte, stattfinden. Und ein englisches Telefoninterview gemeinsam mit Heike und einen Handwerker in unserem de facto-Einraumapartment, das war nun nicht meine Idealvorstellung.

 

Teil eins des Planes für Donnerstag, nämlich dass der Techniker nicht pünktlich um elf erschien, klappte auch einwandfrei. Teil zwei leider nicht: der erwartete Anruf blieb aus. :-( Um viertel nach zwölf gab ich schließlich die Hoffnung auf, bat meinen Interview-Partner per Email um einen neuen Termin und machte mich kurz zur nahe gelegenen Reinigung auf, um meinen Anzug abzuholen.

Das Klingeln meines Handys kam dann schließlich doch noch und zwar genau in dem Moment, in dem sich auf dem Rückweg von der Reinigung gerade die Türen des Fahrstuhls zu unserer Wohnetage schlossen. Handyempfang im Fahrstuhl? Nee, nicht wirklich, nur so halb! Oben angekommen war das Gespräch also bereits zehn Sekunden alt, nur die Stimme meines Interviewpartners hatte ich noch nicht gehört. Dann aber, als ich gerade den Schlüssel ins Schloss steckte, doch ein Geräusch in der Leitung! Da war es, mein Telefoninterview!

In der Wohnung stand Heike bereits bereit, um mir meinen Anzug abzunehmen, also noch kurz sammeln, setzen… und schon klingelte es an der Tür! Der Techniker war da! Und um das auch wirklich deutlich zu machen klingelte der Gute gleich noch ein zweites und drittes Mal in mein Telefoninterview hinein!

 

Das Interview habe ich dann schließlich hinter der Glasschiebetür zu unserem Schlafzimmer zu Ende gebracht. Nur den Techniker, den habe ich nie zu Gesicht bekommen. Der hatte mit Heike bereits alles erledigt und war wieder verschwunden, als ich dann fertig war…

Umzug mit Taxi

Unsere neue Wohnung

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Kommentare: 2
  • #1

    Mücke (Sonntag, 21 Juli 2013 10:38)

    Das Interieur ist ja stylisch- ganz wunderbar!

    Lebt Euch gut ein :-)

    UN abrazo, Mücke

  • #2

    Katie (Samstag, 27 Juli 2013 21:58)

    Sehr cozy - geht doch nichts über den Blick auf Palmen :-)

    Sonnige Grüße aus MI
    K + L