Out of Africa

Eine Geschichte in vielen Stichworten

Qatar

Der Uber-Service bringt uns zum Flughafen. Etwa 13 Flugstunden bis Qatar liegen vor uns mit, na klar, Qatar Airlines. Das Film-Angebot des Inflight-Entertainment-Systems überfordert uns wie üblich. Nachdem wir uns beide für eine gefühlte Stunde durch die Programmauswahl gewühlt haben, entscheiden wir uns schließlich parallel für „Hunt for the Wilderpeople“, der neue Kult-Film aus Neuseeland. Eine prima Wahl!

In Doha haben wir zehn Stunden Aufenthalt. Genug Zeit um den Flughafen zu verlassen und sich die Stadt ein bisschen anzuschauen. So richtig vorbereitet hatte das allerdings keiner von uns, nur von einer Meerpromenade, der Corniche, hatten wir irgendwas gelesen. Wir finden einen Bus der uns dort absetzt. Als wir aussteigen ist der Wind erstaunlich frisch – und die Promenade sieben Kilometer lang. Macht nichts, gutes Training für die bevorstehenden Wandrungen am Mt. Kenia und Kilimandscharo. Also auf geht’s!

Was wir allerdings nicht auf der Rechnung haben: es ist Freitag und als wir gerade ausgehungert am anderen Ende der Promenade ankommen stellen wir fest, dass für die nächsten zwei bis drei Stunden alle beim Beten und die Läden geschlossen sind. Naja, dann halt auf der Wiese am Meer sonnen und dem Magen beim Knurren zuhören...

Später am Nachmittag finden wir in den einsamen Schluchten zwischen den Wolkenkratzern dann endlich ein offene Mall mit Foodcourt. Ausgehungert wie wir sind widerstehen wir erstaunlicherweise trotzdem der Versuchung und schaffen es mit unangetastetem Nudelgericht (Heike) bzw. Burger (Holger) zurück zum Meer. Geht schließlich nichts über Picknick mit Aussicht!

Nairobi

Mitten in der Nacht landen wir in Kenias Hauptstadt. Der Name leite sich übrigens irgendwie vom Massai Ausdruck für kaltes Wasser ab. Gegründet wurde Nairobi von den Briten erst im Jahre 1899, damals noch ein Bahndepot. Irgendwie hatten wir uns das Ganze wesentlich älter vorgestellt...

Den nächsten Vormittag haben wir zur freien Verfügung, also gehen wir natürlich ein bisschen die Stadt erforschen. An der Hotelrezeption erfahren wir, dass Nairobi wohl auch für Touristen einigermaßen sicher ist und wir ruhig zu Fuß losziehen können. Was man sich allerdings anschauen könnte, das weiß man dort nicht. Also heißt es sich auf den Lonely Plant verlassen, der was von einem Kongresszentrum samt Turm mit Aussicht faselt. Na dann mal los!

Auf dem Weg in die Innenstadt fallen wir auf wie die berühmten bunten Hunde und werden entsprechend häufig angesprochen. Der dritte oder vierte Passant, der uns freundlich grüßt, entpuppt sich einerseits als recht hartnäckig und andererseits als ehemaliger Träger am Mt. Kenia, unserem ersten großen Ziel. Er macht es sich zur Aufgabe uns zunächst auf besagten Kongressturm und anschließend über den nahegelegenen Massai-Markt zu führen. Erst anderthalb Stunden später am Supermarkt trennen sich unsere Wege wieder...

World Ex-Team

Im Laufe des Nachmittags treffen wir im Hotel den Rest unseres Teams. Zuerst Jim und Andrew, die mit grünen World Ex-Reisunterlagen an der Rezeption stehen und entsprechend direkt mal von uns angequatscht werden.

Jim aus Kanada, so Ende 50, vier Kinder und in der Versicherungsbranche, hat den Kilimandscharo bereits vor 33 Jahren zum ersten Mal bestiegen. Er versteht sich auf Reisen stets als Botschafter seines Landes und hat 250 Kanadaanstecknadeln in der Tasche, die er in den nächsten Wochen über Kenia und Tansania an alles, was nicht schnell genug auf den Bäumen ist, verteilen wird. Dank ihm werden wir als Team Canada bekannt werden, auch wenn der Rest von uns eigentlich in Australien lebt. Außerdem hat Jim ein zahmes rotes Eichhörnchen bei sich zu Hause, das er einst mit der Flasche großzog. Dank Ollie, die sich allerdings später als Weibchen outete, ist Jim in regelmäßigen Briefkontakt mit Prince Charles, dem „Royal Patron of the Red Squirrel“ für das Commonwealth. Was es nicht alles gibt...

Andrew, mit Ende 20 das Küken in unserer Gruppe und Geologe aus Perth, ist wie Jim notorischer Frühaufsteher, was ein extremer Glücksfall ist, da sich die beiden für die nächsten zwei Wochen ein Zimmer bzw. Zelt teilen werden. In Australien arbeitet er unter der Woche in der Pilbara für einen der großen Miningkonzerne, gehört also zu den berühmten FIFOs (Fly In Fly Out), die ständig zwischen ihrer Arbeitsstelle im Outback und ihrem Wohnort am Meer hin- und herpendeln. Auf dem Mt. Kenia und dem Kilimandscharo wird er die viel Zeit damit verbringen, jeden interessanten Stein aufzuheben, zu begutachten und wieder wegzuwerfen.

 

Gemeinsam mit Jim und Andrew sitzen wir eine gute Stunde später beim ersten offiziellen Briefing unserer Reise und lauschen den Ausführungen unseres Guides Eddy. Dank etwas schwerfälliger Kommunikation verpassen außer uns vieren alle anderen Mitwanderer das Treffen.

Zum Beispiel auch Gaynor und Kerri aus Adelaide, die wir im Anschluss ebenfalls an der Rezeption kennenlernen. Die beiden hatten sich für die Reise recht kurzfristig entschieden und sind in leichter Sorge, dass in ihrer Abwesenheit ihr Nachwuchs (16, 18 und 21) zu Hause die Bude zerlegt. Leider wird für Gaynor und Kerri übrigens nach dem Mt. Kenia Schluss sein, da Kerri mit der Höhe nicht gut klarkommt.

 

Rechtzeitig zum Abendessen treffen wir dann auch noch auf Cathy und Steve, Lehrer aus Hobart. Vor allem Steve, seit diesem Jahr zwar im Ruhestand aber nach wie vor begeistert dabei, sein Biologiewissen an alles und jeden weiterzugeben, wird dank seiner Kommunikationsfreudigkeit für die nächsten zwei Wochen den Rest der Gruppe teilweise im Alleingang unterhalten. Und auch Cathy ist nicht auf den Mund gefallen, vor allem wenn sie eine Anekdote über ihre Tochter beitragen kann.

 

Damit wären wir dann auch fast komplett. Fehlt laut Heikes World Ex-Teilnehmerliste noch ein alleinreisender weiblicher Teilnehmer in unserer Runde. Zunächst glauben wir, dass Jim sie bereits entdeckt hat, allerdings trottet er nach kurzer Unterhaltung mit einer jungen Dame dann doch alleine zu unserem Tisch und nuschelt etwas von Missverständnis. Eine gute Stunde später treffen wir besagte junge Dame an der Hotelrezeption wieder. Das Leuchten in ihren Augen, als wir auf ihre leicht verzweifelte Frage mit wem wir denn unterwegs seien, mit „World Ex“ antworten, zeigt überdeutlich, dass Jacquie, 30jähriger Fitnesswirbelwind und Medizinerin aus Newcastle, doch die Fehlende in unserem Bunde ist und sich schon leicht verzweifelt damit abgefunden hatte, wohl im falschen Hotel abgestiegen zu sein... Großes Herz, für jeden und immer ein freundliches Wort und kann einfach nicht „Nein“ sagen, wodurch sie am Ende des Urlaubs mit 13 Massai-Armbändern nach Hause reisen wird, von denen sie eigentlich nur eines haben wollte...

Mt. Kenia

Am nächsten Morgen geht es in Kleinbus und Land Rover von Nairobi los Richtung Mt. Kenia. In Chogoria wechseln wir für die letzten Kilometer über Stock und Stein in recht betagte, dafür aber sehr erfahrene und Kratzer-unanfällige Jeeps. Unsere Porter lesen wir auf halber Strecke auf, wo sie gemütlich dösend im Gras liegen und auf uns warten.

Für den ersten Tag stehen lediglich ein paar Kilometer bis zum Eingang des Mt. Kenia-Nationalparks auf dem Programm, quasi um die Beine für die bevorstehenden Aufgaben zu lockern. Die erste Nacht verbringen wir in Hütten, sogar mit eigenem Bad und fließend Wasser! Sollte man sich jetzt zwar nichts allzu dolles drunter vorstellen, trotzdem aber ein Luxus von dem wir die nächsten Tage nichts mehr sehen werden. Unsere Toilette wird dann ein duschkabinenartiges Zelt über einem Loch im Boden sein. Und zum Waschen gibt’s morgens ein Schälchen Wasser.

 

Mugi Hill

Der 3600 m hohe Mugi Hill ist das Ziel für die Mittagspause an Tag Zwei. Rast in der Höhe zur Akklimatisierung bevor es danach wieder gut hundert vertikale Meter hinab zu unserem Nachtlager geht. Bei Sonne und dank der noch relativ niedrigen Höhe ist im Wesentlichen wandern im T-Shirt angesagt, sobald der Wind aber eine Wolke heranschiebt wird es schnell frisch. Die Natur um uns herum ist wunderbar grün und lieblich.

Als wir in unserem Camp am Lake Ellis auf 3500 m ankommen, wartet bereits heißer Tee auf uns. Wir verbringen den Rest des Nachmittags mit Lesen in der Sonne und Spaziergängen am See.

Mit der Abenddämmerung wird es empfindlich kalt. Dick eingemummt kauern wir uns fröstelnd auf unsere Hocker im Gemeinschafts-Tipi und warten gespannt, was unser Team für uns gekocht hat. Die heiße Suppe zum Start das Menus wird sofort zu jedermanns Lieblingsgang! Nichts wärmt besser von innen!

Während der Nacht bildet sich eine Reifschicht über Zelten und Wiesen. Der Weg zum Klo wird so, wie wir es schon im Himalaya erlebt haben, gleichzeitig zur frostigen Tortur und zum einmaligen visuellen Erlebnis! Der Sternenhimmel ist atemberaubend und die Stimmung auf den mondbeschienenen Wiesen, die eisig glitzern, wie aus einer anderen Welt.

Mein Blick streift durch die Landschaft und trifft auf Jacquie. Diamox tut seine Wirkung! Eine der Nebenerscheinung dieses Medikaments, was bei der Akklimatisierung helfen soll, ist erhöhter Harndrang. Nächtliche Begegnungen mit anderen Reiseteilnehmern an der Toilette sind somit die Regel bei Bergbesteigungen. Oder wie Jacquie es ausdrückt: I could also swim to the summit... ;-)

Großzügig überlasse ich ihr das muffige Klozelt und suche mir lieber einen einsamen Busch mit Ausblick...

Lake Michaelson

Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg Richtung Lake Michaelson. Wolken und Wind wechseln sich heute mit Sonne ab.

An der zugigen Uferpromenade in Doha hatte ich mir wohl einen kleinen Virus eingefangen, der nun bei dem ständigen Wechsel von kalt und warm prächtig gedeiht. Im Laufe des Vormittags entwickle ich meinen ganz eigenen Wanderrhythmus: Schritt, atmen, schnäuzen, Schritt, atmen, schnäuzen... Herrlich!

Die Landschaft verändert sich vom Lieblichen ins eher Schroffe. Wolkenfetzen, die durch die Schluchten ziehen, unterstreichen die bizarre Atmosphäre.

Unser Camp liegt diesmal auf 3800 m, die ersten Tage klettern wir nur behutsam. Als wir von einer Anhöhe dorthin absteigen sehen wir, dass es sich neben unseren Zelten bereits eine weitere Gruppe gemütlich gemacht hat.

 

Hyrax

Murmeltierähnliche putzige Kuschelwesen, die uns am Lake Michaelson Gesellschaft leisten. Angeblich verwandt mit den... Achtung... ELEFANTEN! Irgendwie was mit innenliegenden Hoden und verbogenen Knochen, die beide gemeinsam haben, erklärt uns Steve. Naja, vor Lehren sollte man ja eigentlich Respekt haben, aber jetzt mal m Ernst: Die spinnen, die Biologen!

Point Lenana

Nach einem steilen Anstieg vom Lake Michaelson zum Frühstück verwandelt sich die Umgebung in ein Felsenmeer. Ohne jemals dort gewesen zu sein erinnert mich die Szenerie wahnsinnig an Arizona!

Die kleinen Akklimatisierungsschritte der Vortage enden heute abrupt. Es stehen knapp 800 Höhenmeter zum 4560 m hohen Simba Tarn Camp auf dem Programm. Und auf dieser Höhe werden wir auch übernachten – sofern man bei einem geplanten Weckruf um 2:30 Uhr morgens denn überhaupt von übernachten reden kann...

Am Ende des langen Wandertages ist unsere Gruppe langgezogen. Jeder hatte heute sein eigenes Tempo gewählt und manch einer, uns eingeschlossen, musste der Höhe ein wenig Tribut zollen. Schließlich erreichen auch wir, eine gute halbe Stunde nach dem Hauptfeld, Simba Tarn und finden uns wieder in einer grandiosen Steinwüste! Über uns thronen die messerscharfen Spitzzacken des Mt. Kenia und die Blicke ins Tal sind schlichtweg überwältigend!

Der Abend wird böse kalt. Wir versabschieden uns früh in die Zelte, schließlich soll es ja um 3:00 Uhr schon losgehen. Ziel ist der Point Lenana. Mit 4985 m zwar nur der dritthöchsten Gipfel des Mt. Kenia, allerdings der höchsten, der sich ohne Seil und bergsteigerische Fähigkeiten erreichen lässt.

 

Als wir uns gefühlte zwei Stunden später und viel zu früh wieder aus den Schlafsäcken popeln, ziehen wir praktisch alles übereinander an, was wir mit zum Camp geschleppt haben oder auch haben schleppen lassen. Ergebnis ist, dass mir bei der Aufwachtasse Tee samt Keksen bereits mollig warm ist. Etwa zehn Minuten später drohe ich bereits zu überhitzen. Habe es mit den Lagen dann wohl doch etwas übertrieben. Als ich mich der Daunenjacke unter meiner Gore-Tex-Jacke entledige ist das die pure Erleichterung! Vorher hatte es sich angefühlt als versuchte ich bei 35° zu joggen, plötzlich geht der Aufstieg zügig und leicht.

Schon wenig später beginnt sich die Sonne an den Himmel zu schieben und die schwarze Welt um uns herum erglüht in rot und gelb. Heike entdeckt als erste den 320 km entfernten Kilimandscharo am Horizont! Ein majestätisches Erlebnis, das auch dadurch nicht getrübt wird, dass uns die Finger abfrieren sobald wir einen Handschuh ausziehen um den Auslöseknopf am Fotoapparat zu betätigen.

Trotz eisigen Windes nehmen wir uns mehr als eine halbe Stunde anstatt der ursprünglich angepeilten fünf Minuten Zeit um sämtliche Gipfelfotos zu schießen. Zu lange für mich. Während des kurzen Abstiegs zurück ins Camp gehen bei mir plötzlich die Lichter aus. Völlig erschöpft von meinem Virus kann ich mich gerade noch zu einem Felsen schleppen auf dem ich erstmal 15 Minuten Extrapause machen und ein paar Erkältungstabletten einwerfen muss bevor es dann erstaunlich gut weitergeht.

 

Abstieg

Zurück am Camp sind Gaynor und Kerri bereits zum Aufbruch bereit. Sie hatten auf den Gipfel verzichtet und schon sehnsüchtig auf uns gewartet. Kerri hatte in der Nacht Symptome von akuter Höhenkrankheit entwickelt und nun warten die beiden nervös darauf endlich hinunterzusteigen Richtung 3000 m-Marke. Unser Guide Eddy hatte nicht ganz verständlicherweise darauf bestanden, dass sie nicht aufbrechen sollten bevor er wieder im Camp ist.

Wir holen gemütlich das Frühstück nach, packen unsere Taschen und haben Gaynor und Kerri Innerhalb kürzester Zeit wieder eingeholt. Kein gutes Zeichen... Daher schlägt Eddi vor unsere Tagesetappe zu verkürzen um es Kerri ein wenig leichter zu machen und an einem kleinen Fluss unsere Zelte aufzuschlagen. Leider wird dies Kerris und Gaynors letzte Zeltnacht auf dieser Reise sein, die nächste wird er im Krankenhaus verbringen müssen mit Wasser in der Lunge. Sicherlich nicht das was sich die beiden vorgestellt hatten.

 

Auch ich habe so meine Zweifel, dass ich in zwei Tagen bereit bin den Kili zu besteigen. Auch wenn ich mich am Nachmittag ganz gut gefühlt hatte, fällt bei mir der Hammer sobald die Wirkung meiner Erkältungstabletten nachlässt. Jacquie diagnostiziert eine Bakterieninfektion, die sich mit meinem Virus auf eine Runde Backgammon getroffen hat, und beschließt mich auf Antibiotika zu setzen...

Äquator

Auf dem Rückweg vom Mt. Kenia fahren wir einen riesengroßen Kreis und überqueren plötzlich und völlig unerwartet zum ersten Mal in unserem Leben den Äquator (zumindest auf dem Erdboden und nicht im Flugzeug). Ist natürlich ein Riesending! Warum auch immer... Schließlich passiert eigentlich gar nichts, wenn man die Linie überquert. Also man dreht nicht plötzlich andersherum oder steht auf dem Kopf. Wäre das Schild nicht gewesen, wir hätten ihn glatt übersehen. ;-)

 

Zwei Tage haben wir nun also Zeit unsere Wunden zu lecken, während derer es vom Äquator zurück nach Nairobi und dann weiter Richtung Arusha geht. Zwei Tage in göttlich weichen und warmen Hotelbetten. Zwei Tage ohne Wind und Wandern.

Und tatsächlich, rechtzeitig zum Kili bin ich erstaunlicherweise wieder weitestgehend hergestellt.

Tansania

An der Grenze zwischen Kenia und Tansania sagen wir Goodbye zu unserem kenianischen Guide Eddy und Hello zu unserem tansanischen Guide Imran! Tansanier, so erfahren wir recht schnell, gelten bei Kenianern als extrovertiert. Können wir so durchaus bestätigen! Eine angenehme Abwechslung, denn unsere kenianische Crew hatte doch irgendwie ein wenig zu viel Abstand zu uns gehalten.

 

Das Mount Meru Hotel, unser Quartier für die Nacht, entpuppt sich als hochklassiges Businesshotel. Beim Einchecken wird das gesamte Hotelpersonal wie üblich erstmal von Jim mit Kanada-Pins beglückt...

Frisch geduscht und rasiert treffen wir uns am Abend auf der riesigen Terrasse. Was ein Kontrast zu den Campinglagern, die nun wieder auf uns warten, und irgendwie sogar ein wenig unpassend.

 

Shira-Krater

Als es am nächsten Morgen Richtung Kilimandscharo losgeht, sind wir alle begierig auf das nächste Wanderabenteuer und den höchsten Gipfel Afrikas. Wir werden die relativ unbekannt Shira-Route für den Aufstieg nehmen. Der Kili ist in seiner jetzigen Form ist in drei aufeinanderfolgenden Eruptionen entstanden und die Shira-Eruption hat eine gigantisch große und relativ eben Caldera hinterlassen, die wir in den nächsten Tagen durchqueren werden.

Zur Begrüßung gibt es Regen und Hagel womit keiner so richtig gerechnet hatte. Ist schließlich gerade Trockenzeit. So kommen wir zwar etwas klamm, aber durchaus fröhlich und guter Dinge an unserem Lager Shira One auf 3550 m an. Als dann auch noch plötzlich die Wolken aufreißen und den Blick auf den höchsten freistehenden Berg der Welt freigeben, die Diva, die Schüchterne, der Kili eben, da ist die Welt sogar mehr als in Ordnung.

Später in der Nacht auf dem üblichen Weg zum Plumpsklo (rechtzeitig zum Kili-Aufstieg haben wir wieder angefangen Diamox zu nehmen) funkeln die Sterne über uns und ich entdecke das Kreuz des Südens, berühmtestes Sternenbild am südlichen Sternenhimmel, und den Großen Wagen, berühmtestes Sternbild am nördlichen Sternenhimmel, am selben Firmament. Irgendwie verbindet mich das mit Australien und Deutschland zugleich und mir ist ganz wohlig zu Mute, aber ich glaube außer mir hat das sonst niemanden wirklich interessiert. ;-)

 

Gut gelaunt machen wir uns am nächsten Morgen auf den Weg ein weiteres Stück der Shira-Ebene zu durchwandern. Unsere tansanische Crew ist wie angekündigt deutlich kontaktfreudiger als die kenianische und Imran und Konsorten nehmen uns mit in ihre Welt. Gjivinny, von allen nur DJ genannt, hat immer Musik im Rucksack und einen Spruch auf den Lippen, Gideon kann auch schon mal die ganze Gruppe mit seinem Gesang unterhalten und Imran zeigt sich interessiert, auskunftsfreudig und als echter Leader. Und als wir die Shira Hut auf 3840 m erreichen stimmt sogar unser gesamtes Team, sage und schreibe 36 Köche, Porter und Guides für uns sieben Zwerge, das erste Mal den Kilimandscharo-Song für uns an.

Kilimandscharo-Song

Diesen Song hat einfach jede Wandergruppe auf dem Kili im Repertoire. Die Interpretation von unseren Guides und Portern war aber natürlich die Beste von allen! In der vereinfachten Version für nicht Swahili-sprechende geht der Text ungefähr so:

Jambo, jambo Bwana! Are you happy? Hakuna Matata?

 

Und in der kompletten Version:

Kilimanjaro, Kilimanjaro

Kilimanjaro, mlima mrefu sana (Kilimanjaro, long mountain journey)

Na Mawenzi, na Mawenzi (And Mawenzi, and Mawenzi)

Na Mawenzi, mlima mrefu sana (And Mawenzi, long mountain journey)

Ewe nyoka, ewe nyoka (As a snake, as a snake)

Ewe nyoka, mbona waninzungukaa (As a snake, it winds all around)

Jambo, jambo Bwana (Hello, hello Sir)

Habari gani (How are you?)

Mzuri sana (Very fine)

Wageni, mwakaribishwa (Foreigners, you’re welcome)

Kilimanjaro, hakuna matata (Kilimanjaro, there is no problem)

Tembea pole pole, hakuna matata (Walk slowly, slowly, no problem)

Utafika salama, hakuna matata (You’ll get there safe, no problem)

Kunywa maji mengi, hakuna matata (Drink plenty of water, no problem)

 

Lava Tower

Der nächste Tag ist ein typischer Akklimatisierungstag. Erst geht es hoch zum 4550 m hohen Lava Tower und dann gleich wieder runter ins 3900 m hohe Barranco Valley. Bei unserer Ankunft ist unser Team bestens aufgelegt und gibt dieses Mal ein richtiggehendes Konzert für uns mit dem Ergebnis, dass wir am Ende alle miteinander tanzen und mich der Kili-Song für den Rest des Urlaubs als Ohrwurm verfolgen wird und zwar in Kombination mit „Ricky Baker“ aus den Wilderpeoplen, dem Film vom Hinflug. Was das Ganz übrigens nicht wirklich besser macht...

Uhuru-Peak

Findet eigentlich außer mir die Namensverwandtschaft des Uluru und des Uhuru noch jemand seltsam? Nein? Egal...

Durch die Barranco Wand geht es nun richtig hinein in die Vulkanlandschaft. Stein und Asche, Asche und Stein, ein bisschen Schnee und Eis weiter oben und sonst nicht mehr viel. Nach einem anstrengenden Tag erreichen wir das Barafu Camp auf 4600 m Höhe, unser Basislager für die Gipfelbesteigung. Und nicht nur für uns! Etwa 250 Wanderer werden sich gemeinsam mit uns auf den Weg zum Gipfel machen und wir schätzen, dass einschließlich Portern und Guides in dieser Nacht etwa 1000 bis 1500 Leute an der Barafu Hütte campen.

Nach ein paar warmen Worten von Imran geht es früh in die Schlafsäcke. Der Weckruf kommt um 11:00 Uhr, um Mitternacht machen wir uns an den Aufstieg. Die Daunenjacke habe ich aus leidiger Erfahrung am Mt. Kenia diesmal nicht angezogen, vorsichtshalber aber zumindest mal in den Rucksack gepackt. Man weiß ja nie, schließlich erwarten wir -15°C und starken Wind am Kraterrand. Gerade am Anfang des Aufstiegs machen unsere Guides mächtig tempo damit wir nicht im dichten Verkehr stecken bleiben. Vom „pole pole“ („langsam, langsam“, siehe Kili-Song) der Vortage ist nichts mehr zu hören. Zur kalt ist mir daher absolut nicht, nur pieseln muss ständig als gäb’s kein Morgen. Diamox lässt grüßen...

Heike allerdings leidet bitterlich. Trotz Wärmepads in den Schuhen frieren ihr die Zehen ab und bei den Stopps füttere ich sie, da sie sich nicht traut ihre Handschuhe auszuziehen. Als wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang den Stella Point auf 5735 m am Kraterrand erreichen, packe ich sie zu den ungefähr 17 Lagen, die sie bereits anhat, noch in meine Daunenjacke um das schlimmste zu verhindern.

 

Bis zum Uhuru-Peak auf 5895 m ist es von hier aus noch eine gute Stunde. Um uns herum glitzern die Gletscher in der Morgensonne und dass Heike in dieser Situation das Fotografieren ausschließlich mir überlässt, zeigt wie kalt ihr wirklich ist.

Kurz vor dem Uhuru-Peak sammelt sich unser Team, dass sich ein wenig über den Kraterrand verstreut hatte. Alle haben wir es geschafft, Heike trotz Kälte, Cathy obwohl sie am Ende ihrer Kräfte ist, und Andrew, dem sein Müsli-Riegel nicht bekommen ist und der sich beim Aufstieg mehrfach übergeben musste. Den Gipfel erreichen wir alle gemeinsam!

Goodbye

Der Abstieg ist erstaunlich anstrengend. Stundenlang stapfen wir durch die Asche. Endlich zurück am Barafu Camp gönnen uns unsere Guides zwei Stunden Pause bevor es noch einmal weitergeht zum High Camp auf 3800 m. An unserem letzten gemeinsamen Abend verabschieden sich die Porter mit dem obligatorischen Kilimandscharo-Song. Steve sorgt wie üblich für die Stimmung, tanzt und klatscht, doch die Abschiedsrede darf ich halten.

Bis zum Gate sind es am nächsten Morgen nur wenige Stunden durch einen grünen Dschungel. Ein entspannter Ausklang unseres Kili-Abenteuers. Heike schmiedet gemeinsam mit Imran fleißig Pläne, um das Tansania-Geschäft von World Ex weiter anzukurbeln, ich wandere dagegen im Wesentlichen so vor mich hin und gehe meinen Gedanken nach. Zum Mittag hin entdecke ich rote juckende Punkte an Knöcheln und Bauch, abends werde ich sie dann überall haben. Diagnose: Heat Rash! Na Prima! Was auch immer das ist...

Der Weg ist gut präpariert, ganz anders als die letzten Tage. Wir treffen sogar auf Arbeiter, die Unebenheiten mit Sand und Kies ausbessern. Die Anspannung der letzten Tage ist bei Wanderern und vor allem auch bei der Crew, für die es heute nach Hause geht, abgefallen, die Aufmerksamkeit lässt nach. Ein Fehler, denn trotz Sand und Kies, ein Bürgersteig ist der Abstieg vom Kili noch lange nicht (und wird es hoffentlich auch nie werden). Mehrfach mache ich den Hans-Guck-in-die-Luft und rutsche an eigentlich einfachen Stellen ein wenig weg. Folgerichtig treffen wir wenig später einen Porter, nicht aus unserer Gruppe, der sich den Fuß verknackst hat. Unser DJ fragt nicht lang nach. Es ist egal, wer hier zu welchem Team gehört. Er schnappt sich schlichtweg die Last des Porters und lädt sie sich mal eben auf seinen eigenen Rucksack obendrauf. Es werden wohl 15 bis 20 kg gewesen sein, aber man mag es kaum glauben, so einfach wie DJ sie auf seinen Schultern balanciert.

Ein anderer hat nicht mehr genug Wasser im Gepäck. Jacquie, wie es so ihre Art ist, schenkt ihm zum Inhalt gleich ihre Wasserflasche mit dazu, die sie nun ja nicht mehr braucht.

 

Zurück im Mount Meru Hotel treffen wir uns auf unserer Terrasse wieder um Abschied zu feiern. Wir sind gerade rechtzeitig zur Happy Hour, die erstaunlicherweise den ganzen Abend lang andauert. Bestellt man ein Bier oder Glas Wein, bekommt man gleich zwei hingestellt. Da geht das Betüttern richtig fix!

 

Am nächsten Morgen heißt es dann endgültig Goodbye. Jim und wir haben, allerdings getrennt voneinander, noch eine Safari vor uns. Die andern werden noch einmal feste gedrückt, dann sind sie auch schon weg. Schnüff!

 

Coffee Plantation

Vom etwas sterilen Mount Meru Hotel siedeln wir über in die nahe gelegene Coffee Plantation Lodge. Eine weniger pompöse dafür aber deutlich stilvollere Unterkunft mit Tieren um uns herum und Lagerfeuer am Abend!

Den Nachmittag verbringen wir damit gemütlich auf der Terrasse eine Cola zu schlürfen, die Holländern mit denen wir dabei ins Gespräch kommen sind vorsichtig optimistisch ob der anstehen Regierungsübernahme von Mr. Trump- und liegen eher so mäßig auf unserer Wellenlänge, ein wenig unsere staubigen Wanderschuhe abzuklopfen und wegzupacken und Die Atmosphäre zu genießen. Der perfekte Einstieg in unsere Safari!

Lake Manjara

Als uns morgens unser neuer Guide Geoffrey abholt, fühlen wir uns ohne den Rest unsere Gruppe ziemlich alleine. Tja, da müssen wir jetzt durch! ;-)

Unser erstes Ziel ist der Lake Manjara National Park. Das Dach unseres Toyota LandCruisers lässt sich hochstellen, so dass Heike und ich im hinteren Teil des Wagens stehen können und fensterlosen 360°-Rundumblick haben, während Geoffrey uns vorne durch die Gegen kutschiert. Kleines Problem: da mein ganzer Körper nach wie vor einem Streuselkuchen gleicht und ich irgendwie nur ein Minimum an Klamotten auf der Haut ertrage, stehe ich ganz Australia-like barfuß im Auto herum. Dagegen trägt Heike allerdings ihre gemütlichen Sneakers, die sie beim Gleichgewichtsuchen oder allgemeinen Umpositionieren das ein oder andere Mal zärtlich auf meinen Zehen abstellt... ;-)

 

Während unserer Mittagsrest entdecken wir plötzlich einen Kanadier mit Cowboy-Hut, der eifrig Ansteckpins verteilt. Beim näherem Hinsehen entpuppt er sich tatsächlich als unser Jim! Typischer Fall von Lonely Plant-Microcosm... (siehe dazu auch unseren Bericht „Patagonia“, sofern er denn irgendwann mal fertig wird ;-)

Wie auch immer, Jim hat für den Abend sogar die gleiche Lodge wie wir gebucht, das Migunga Tented Camp. Na also! Da kriegen wir ja doch noch unseren Abschied auf Raten!

 

Der Lake Manjara National Park präsentiert sich als behutsamer Einstieg in unser Safari-Abenteuer. Stars sind hier die Äffchen, Vervet und Blue Monkeys und natürlich die Baboons, sprich Paviane. Die berühmten Baumlöwen, die hier leben sollen, halten sich gut versteckt, aber Wasserbüffel, Wilderbeest, Zebras und unsere geliebten Warzenschweine sind ein prima Anfang!

Und nach dem Manajara geht es dann auch richtig ans Eingemachte! Der Ngorongoro Krater und natürlich die berühmte, unglaubliche, sagenumwobene, undurchdringliche, umwerfende, ach was einfach die Serengeti warten auf uns! Dazu weitere grandios atmosphärische Unterkünfte wie die Ndutu Safari Lodge und das Crater Forrest Tented Camp. Einfach nur ganz großartig! 

Und folgendes werden wir dort in den nächsten Tagen sehen:

 

Big 5

Und zwar alle! Elefanten, Black Rhinos, Büffel, Löwen und Leoparden!

Fun Fact: Wir haben uns von unserem Biologielehrer Steven erzählen lassen, dass die Unterteilung in Black und White Rhinos auf einem Verständnisfehler zurückgeht. Die White Rhinos sind die Breitmaulnashörner, ursprünglich daher wohl „Wide“ Rhinos genannt, was halt ziemlich wie „White“ klingt. Da diese zusätzlich und zufällig hellgrau sind und die Spitzmaulnashörner eher dunkelgrau, hat man dann irgendwann angefangen, letztere als das Gegenteil von White also als Black Rhinos zu bezeichnen. Wie gesagt: die spinnen, die Biologen!

 

 

Außerdem haben wir endlich eine schlüssige Erklärung gefunden, wie die Big 5 ursprünglich definiert wurden. Big 5 bezieht sich nämlich weder auf Größe noch auf Seltenheit oder sonst irgendwas. Es ist schlichtweg ein Begriff aus der Jagdszene. Die Big 5 sind die fünf begehrtesten Jagdtrophäen, weil am schwierigsten zu Fuß zu jagen. Auf dieser Liste zu stehen ist also eine etwas zweifelhafte Ehre, schließlich ist es von dort an die Trophäenwand dann nur noch ein kurzer Schritt...

Löwen

Ich würde sagen die unbestrittenen Stars unserer Safari, vor allem da Heike und ich noch nie vorher wilde Löwen gesehen hatten. Daher kriegen sie ihr eigenes Extra-Stichwort.

Wir haben während unsere Safari eine interessante Verhaltensstudie zu männlichen und weiblichen Löwen angestellt und dabei folgendes gelernt:

Das spannendste was weibliche Löwen den Tag über so in der Serengeti machen, ist sich an Zebrafamilien heranzupirschen, offensichtlich mit der Absicht für ein kleines bis mittleres Familiendrama zu sorgen. Das war so spektakulär und gruselig, dass wir nicht mal das Ende der Jagd abgewartet haben, da das Ganze ein bisschen viel für Heikes pazifistische Nervenkostüm zu werden drohte....

Das spannendste was dagegen männliche Löwen den Tag über so in der Serengeti machen, ist im Schatten unter einer Akazie zu dösen und dann beim Schlafen im Liegen zu pinkeln. Der Rest der Welt ficht sie nicht an.

Sagt ein bisschen was aus übers Rollenverhalten im Tierreich... ;-) Noch Fragen?

 

Dank fehlender Fressfeinde sind Löwen insgesamt ganz klar die Herrscher in Afrika und offensichtlich sogar der Meinung, dass auch Jeeps eher Angst vor ihnen haben sollten als umgekehrt!

Great Migration

Laut Lonely Plant das größte Ding überhaupt! Millionen von Wilderbeest (also Gnus) und Zebras ziehen ständig dem grünen Gras hinterher.

Die Riesenherden in der Serengeti sind aber auch wirklich mehr als beeindruckend!

Fun Fact Nummer 2: Der Grund warum sich Wilderbeest uns Zebra gerne mischen ist folgender: die einen riechen gut und die anderen sehen gut aus! Hmmm... Nee... Irgendwie anders...

Die einen können gut riechen und die anderen können gut sehen. Ich glaube das war’s...

Ugly 5

Als Alternative zu den Big 5 hat man jetzt auch die Ugly 5 definiert: Krokos, Hippos, Wilderbeest, Warzenschweine und Nummer 5 habe ich vergessen. Warum allerdings „Ugly 5“ ist uns total unklar. Warthogs, Wilderbeest und Hippos sind doch superniedlich!

Die Warthogs hatten es ja schon vor Ewigkeiten sogar auf unsere Liste der süßesten Tiere geschafft. Außerdem haben sie jetzt sogar noch noch den Titel „Cutest Bump of the Serengeti“ (Süßester Hintern der Serengeti) von uns verliehen bekommen!

Die Wilderbeest, für mich die TNBs (Totally Normal Beasts) schlechthin, haben wir sowieso ins Herz geschlossen. Und etwas herzzerreißenderes als „Hippo im Schlammloch“ haben wir während unseres ganzen Urlaubs nicht gesehen...

Äffchen, Äffchen, Äffchen...

Meine Lieblinge sind ja die Vervet Monkeys. Stundenlang haben diese abends vor unserer Lodge herumgeturnt und sich beim Toben beobachten lassen. Wofür ‚Vervet’ steht weiß ich allerding nicht, der Alternativname Blue-balled Monkeys erschließt sich mir dann schon eher...

Uns sonst

Giraffen, jede Menge Vögel, Cheetahs (Geparden), Hyänen, Schakale, unzählige Antilopen, eigentlich ist alles dabei!

Kraterrand

Und dann sind unsere drei Wochen plötzlich vorbei. Zum spektakulären Abschied frühstücken sich noch ein paar Elefanten durch den Wald am Kraterrand gegenüber vom Balkon unseres Wohnzeltes in der Ngorongoro Crater Forrest Lodge und nach einer letzten Nacht in der Kilimandscharo Airport-Lodge sind wir wenig später auch schon wieder am Flughafen von Doha. Dort, wo unser Abenteuer irgendwie vor unendlich langer Zeit begonnen hatte...

 

Nächste Station: Beautiful St. Kilda Beach!!! Wir freuen uns schon!

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Kommentare: 1
  • #1

    Wolfgang Schneider (Mittwoch, 24 Mai 2017 03:22)

    Hallo Holger und Heike,
    erneut liegt ein wunderbarer Bericht von Holger vor, jetzt über eure Afrika-Tour. Auf den haben wir schon längere Zeit sehr gespannt gewartet. Wenn jetzt noch Heikes Bilder dazu kommen ist er perfekt. Bei mir werden alte Erinnerungen wach. Bei unserem Aufstieg von der Kibo-Hütte bin ich eigentlich nur noch gelaufen und habe versucht, ruhig zu atmen ohne irgendetwas zu denken. Eckhard als Psychologe wollte seine Gehirnfunktionen in der Höhe überprüfen. Zunächst hat er noch lateinische Verben konjugiert. Bis etwa 5.200 m Höhe ging das noch. Danach senkte er das Anforderungsniveau. Ab 5.400 m Höhe fiel ihm die Hauptstadt Italiens - Rom - nicht mehr ein. Kalt war es auch. Die Fotoapparate fielen aus. Unser Guide hat sich dann aus mir nicht verständlichen Gründen strikt geweigert, mit uns über den Gillmans Point hinaus zu gehen. Zum Abschluss haben wir mit unserem Guide und den Portern noch gefeiert. Gleichzeitig habe ich eine CD erstanden - Kilimanjaro - A capella Mountain Singing. Darauf ist auch der Kilimanjaro Song. Ich könnte sie kopieren und euch geben, wenn ihr in Deutschland seid.
    Viele Grüße
    Wolfgang