Schritt für Schritt durch den Himalaya

Wow, was für eine Erfahrung! Gewandert, ja das sind wir schon. Auch in den Bergen waren wir schon. Und ein bisschen was von Asien hatten wir auch schon gesehen. Aber dieser Urlaub war anders und zwar von vorne bis hinten!

 

Doch Stopp! Nicht so schnell! Beginnen wir doch am Besten am Anfang unserer Reise in drei ganz unterschiedlichen Etappen!    

Blick von The Peak
Blick von The Peak

Zunächst einmal geht es nach Hongkong. Denn nicht so ganz überraschenderweise gibt es tatsächlich keinen Direktflug von Melbourne nach Kathmandu...

Und wenn man schon mal da ist, lässt man sich die Gelegenheit zu einem Stop-Over natürlich nicht entgehen. Vor allem wenn der Hotelaufenthalt im 58. Stock sogar kostenlos ist, dank fleißig gesammelter Treuepunkte während insgesamt mehr als drei Monaten Aufenthalt in Nigeria...

 

Hongkong in einem Wort: UN-GLAUB-LICH!

Hochhausschluchten, wie man sie wohl nirgendwo sonst auf der Welt findet. Wohnblocks, in denen ganze mittelgroße deutsche Städte Platz hätten. Ein Verkehrschaos, das sich in erstaunlichen Grenzen hält! Wie bitte? Nein, nicht verlesen! Wir waren auch überrascht! Vermutlich klappt es auch deswegen ganz gut, weil der Fußgängerverkehr auf geniale Weise vom Straßenverkehr abgetrennt ist: über ein Netzwerk von Brücken und Malls in den unteren Etagen der Wolkenkratzer kann man über Kilometer hinweg durch Hongkong laufen, ohne jemals das Straßenlevel zu betreten.

Und zwischen dem Betonwahnsinn grüne Tupfer und uralte Bimmelbahnen. Hongkong, so stellen wir fest, das ist auch ein Widerspruch in sich! Zwischen Natur und Hightech, zwischen Tradition und Moderne, zwischen Kapitalismus und Religion! Nahezu verzweifelt verteidigen buddhistische Tempel ihren Platz gegen Kommerz und Bauwut, wirken fehl am Platze, überfüllt und laut und doch wie eine Oase der (inneren) Ruhe - für einige zumindest.

Aber nicht immer gelingt dieser Spagat: einer der Höhepunkte unseres Besuchs ist die Wanderung zum gigantischen sitzenden Buddha auf einem der grünen Hügel zwischen denen Hongkong liegt. Der empfohlene Weg ist mit der Seilbahn hinauf und zu Fuß wieder hinunter. Wir allerdings machen es genau anders herum, da uns die Schlange am Kassenhäuschen zur Seilbahn schlichtweg zu lang ist und wir unsere Füße für den Himalaya eh ein wenig trainieren wollen. Ein Glücksgriff, wie sich herausstellen wird! Denn nachdem wir die etwas zwielichtigen Hongkonger Vororte hinter uns gelassen haben, erleben wir eine wunderbare Wanderung durch grüne Natur und erleben schließlich, wie sich ein riesiger Buddha langsam und würdevoll in der Ferne erhebt.

Doch die Stimmung kippt, als wir ganz oben ankommen. Zu unserer einigermaßen Irritation sind im Inneren des Buddhas ein Food Court und Souvenirshops untergebracht. Auf dem Weg zur Seilbahn für den Rückweg wird es dann sogar noch schlimmer. Zwischen unzähligen Buden und einer künstlich konstruierten Mini-Stadt, die ausschließlich aus Geschäften, Restaurants und Fast-Food-Ketten besteht, kommt es uns vor, als wären wir versehentlich im nahe gelegenen Disneyland gelandet! Von Würde keine Spur mehr! Hätten wir die Tour in der vorgeschlagenen Reihenfolge gemacht, die eigentliche Schönheit des Ortes wäre uns wohl komplett entgangen.

Abends dann wieder das Gefühl der Metropole. Der Blick über den Hafen auf die Skyline ist mehr als beeindruckend, die Musikuntermalung zur weltgrößten Lichtershow, an der sich dutzende von Skyscrapern beteiligen, allerdings etwas bieder. Danach die Nachtmärkte, wo einem vor lauter Kitsch die Augen tränen, und im krassen Kontrast am nächsten Tage ein Blick auf den berühmten Hochhausblock mit Riesenloch, was laut Feng Shui notwendig ist, da sonst der Drache nicht mehr vom dahinter liegenden Berg zum Meer fliegen kann. Diese Achterbahn der Eindrücke ist wohl genau das, was man sich unter dem modernen Asien so vorstellt.

 

Doch der unbestrittene Höhepunkt von Hongkong, der fehlt noch: The Peak! Ein grüner Berg direkt im Anschluss an das Wolkenkratzermeer. Was für ein Blick! Es ist fast nicht zu glauben, dass diese Symbiose von Natur und Architektur überhaupt existieren kann. Alleine dafür hat sich der Stop-Over schon gelohnt!

Die Stupa von Boudhanath (UNESCO-Weltkulturerbe)
Die Stupa von Boudhanath (UNESCO-Weltkulturerbe)

Nach der Metropole Hongkong ist unsere zweite Station Kathmandu, Ausgangspunkt wohl einer jeden Nepalreise. Bereits an der Passkontrolle erfahren wir die Freundlichkeit und Gelassenheit der Nepali. Von den USA bis Nigeria fühlt man sich ja in der Regel wie ein Schwerverbrecher und legt im Geiste bereits ein Geständnis aller Verfehlungen des ganzen Lebens ab, während der Grenzbeamte einen Blick in den Reisepass wirft. Nicht so in Kathmandu! Hier scheint man sich tatsächlich über Besucher zu freuen, anstatt sie misstrauisch zu beäugen! Andere Reisende in der Warteschlange begrüßen uns mit „Welcome to Nepal“, während wir bereits die ersten Neuigkeiten über Kathmandu erfahren. Außerhalb des Flughafens quetschen wir uns dann in die Sitze des bereitstehenden Kleinbusses und warten... Eine Stunde später stößt schließlich ein gut gelaunter Martin zu uns, der uns mit seinem fröhlichen Gemüt direkt ansteckt und auch später für Stimmung in unserer Gruppe sorgen wird, und erzählt uns erst mal begeistert von seiner unerwartet langwierigen Odyssee zu unserem Kleinbus, da sein Gepäck im Flughafen verloren gegangen ist.

 

Am nächsten Morgen heißt es dann ab ins Gewimmel! Obwohl Hongkong um ein vielfaches größer und die Bevölkerungsdichte deutlich höher ist - das Chaos herrscht in Kathmandu!

So viel Leben auf einem Haufen und das im Zusammenspiel mit einer uralte Kultur! Keine Stadt auf dieser Welt hat mehr UNESCO-Weltkulturerbestätten! Und diese werden von den Menschenmassen hier einerseits völlig überrollt und andererseits erst durch sie zum Leben erweckt! Selbst die Schäden vom verheerenden Erdbeben im April 2015, die vor allem am berühmten Durbar Square noch mehr als offensichtlich sind, passen sich irgendwie harmonisch ins Stadtbild ein und werden von den Einheimischen schlichtweg mit ins Leben integriert.

Genau, die Menschen! Sie scheinen das Geheimnis von Kathmandu zu sein und sie nehmen einen direkt mit in ihre kulturelle und spirituelle Welt! Das Leben findet hier in der Menge statt, nicht hinter verschlossenen Türen! Wir werden Zeugen, wie die Menschen Abschied von ihren Toten nehmen und gemeinsam nach Erleuchtung suchen. Gespräche bleiben nicht lange beim Oberflächlichen, sondern man bekommt direkt die Welt erklärt: das politische Verhältnis zu China und Indien, die Götter der Hindus und den Buddha, das Essen und die Kultur, Arbeit und Alltag, das Leben, das so ganz anders ist als unseres und doch so gleich.

Zurück bleiben wir irgendwo zwischen inspiriert und ratlos, auf jeden Fall aber tief berührt...    

Blick vom Gokyo Ri
Blick vom Gokyo Ri

Die Eindrucksflut von Hongkong und Kathmandu noch nicht wirklich verdaut, erwartet uns auch schon das eigentliche Ziel unserer Reise: der Himalaya! 18 Tage lang werden wir um die höchsten Gipfel der Welt wandern und viel Zeit haben, die letzten Tage zu verarbeiten.

Der Flug nach Lukla, dem berüchtigten Flughafen und Eingangstor in die Everest-Region, ist gleich die erst Herausforderung. Lediglich 15 kg Gepäck pro Person und zwar einschließlich Handgepäck sind erlaubt - für Fotoausrüstung, Winterjacken, Schlafsäcke, Wanderstöcke, Handtücher, Unterhosen, Mütze, ein Buch, Proviant und alles was man sonst noch vielleicht brauchen könnte. Bemühen tut sich jeder, wirklich schaffen tut es keiner, aber so genau wird dann auch doch nicht auf die Waage geschaut...

Kaum den Flug gemeistert, beginnt nach Lukla eine neue Welt, auch aus spiritueller Sicht: herrscht in Kathmandu der Hinduismus, so ist der Himalaya das Reich des Buddhismus, der einen auf Schritt und Tritt begleitet. Gebetsflaggen wehen von überall her und kein Wandertag an dem wir nicht an unzähligen Gebetsmühlen vorbeikommen und Felsen, in die zigmal das berühmte Mantra geschlagen ist: OM MANI PADME HUM.

Das Dzo, eine Kreuzung aus Kuh und Yak, ist in dieser Region das modernste Transportmittel. Mal abgesehen von den Helis natürlich, die immer mal wieder spektakulär hinter Gebirgshängen auftauchen. Doch das allermeiste, was man hier oben braucht und man nicht direkt vor Ort ab- oder anbauen kann, wird Dzo und Heli zum Trotz noch immer auf dem Rücken der Menschen transportiert. Die Träger werden nach Gewicht bezahlt und ächzen unter bis zu 100 kg schweren Ladungen von Dosenbier oder Baumaterial tief gebeugt die Hänge hinauf und hinunter - und zwar teilweise nur in Flipflops.

 

Fließend Wasser gibt es in dieser Region selten, Klos mit Wasserspülung noch seltener und in den großen Höhen überhaupt nicht mehr. Zum Waschen wird uns ein oder zweimal am Tag, je nach Außentemperatur, ein Schälchen mit warmen Wasser bereitet.

Dafür aber, man sollte es nicht glauben, gibt es praktisch in jeder winzigen Hütte Internet, wenn man denn will, teilweise zu spektakulären Preisen. Wir wollen in der Regel nicht, schließlich sind wir zum Wandern hergekommen und nicht zum Surfen.

 

Wandern! Genau! Von Lukla aus machen wir uns auf in Richtung Namche Bazaar, der sogenannten Sherpa-Hauptstadt. Die Sonne ist unser treuer Begleiter. In den ersten Tagen schiebt sich an den Nachmittagen zwar noch ein wenig Nebel die Berghänge hoch, danach werden wir aber für den Rest unseres Urlaubs kaum noch ein Wölkchen am Himmel sehen. Gut so, denn sobald die wärmenden Strahlen der Sonne hinter den Berggipfeln verschwinden, wird es reichlich frisch!

Unser Abenteuer beginnt gemächlich. In den ersten Tagen erreichen wir unser Ziel meist bereits zur Mittagszeit. Aus gutem Grunde, denn man sollte hier nicht übertreiben, schließlich gilt es langsam zu klettern, um sich an die Höhe zu gewöhnen. Am Camp angekommen zaubert Chandra, einer unserer Guides und gleichzeitig der Koch unsere Crew, mit Zutaten, die vor allem direkt vor Ort wachsen, täglich so gute Mahlzeiten, dass wir die ersten Tage befürchten nach den Wochen im Himalaya vom Everest Basecamp aus zurück ins Tal zu rollen. Doch spätestens nach dem dritten Tag werden wir die Energie mehr als nötig haben.

Tim ist der Meister darin, wenn es darum geht es sich an den Gammelnachmittagen gemütlich zu machen. Mal zieht er sein Feldbett aus dem Zelt in die Sonne, mal mümmelt er sich in Daunenjacke und Biwak-Schuhen auf einer Bank ein. Wenn man ihn sieht, dann fragt man sich eigentlich fast jedes Mal, warum man selbst jetzt nicht genauso da liegt, sitzt, steht oder rumfletzt.

Bereits in diesen ersten Tagen wird klar, dass unserer Gruppe einfach nur klasse ist: 11 Freunde sollt ihr sein und genau das sind wir. Dazu unsere drei Guides, Juddah, Biru und Chandra, die sich während der Wanderungen perfekt zwischen uns aufteilen und allen gerecht werden. Chandra gibt vorne das Tempo vor, Juddah passt auf, dass hinten keine verloren geht, und Biru springt zwischen den Grüppchen dazwischen hin und her, macht seine Späße und ist meist auf der Suche nach jemandem, den er ein wenig necken kann. Zuletzt noch unsere 10 Porter, die wir allerdings meist nur an unseren Campsites treffen, die dann aber immer mit einem freundlichen Lächeln grüßen.

Und um uns herum natürlich die fantastische Bergwelt! Am dritten Tag erreichen wir eine Doppelhängebrücke über den Dudh Kosi, den milchigen Fluss, und staunen: erst vor wenige Tage hatten wir genau diesen Ort im Kino im Film „Everest“ gesehen, aus der Perspektive eines Helikopter und natürlich in 3D. Jetzt sind wir hier, einfach fantastisch!

Wenig später dann sogar noch die Steigerung, wir erhaschen unseren ersten Blick auf den Mount Everest! König der Berge! Und direkt daneben der Lhotse, vierthöchster Gipfel auf unserem Globus! Wahnsinn!

 

Zwischen den Natur-Highlights findet unsere Gruppe immer besser zueinander. Man wandert mal mit diesem, mal mit jenem, tauscht Lebensgeschichten und Anekdoten aus. So haben beispielsweise Chris und Geoff bereits in den 70er Jahren, also lange vor der Erfindung von Internet, Lonely Planet und Massentourismus, die unglaublichste Expedition gemacht und sind mehrere Monate lang von Australien quer durch Asien bis noch London gereist. Bei ihrem Weg durch Afghanistan haben sie damals noch auf dem Kopf der berühmten in den Fels geschlagenen riesigen und jahrtausendealten Buddha-Statue gesessen, die Jahrzehnte später von den verblendeten Taliban gesprengt wurden. Sie berichten, dass sich hinter den Statuen ein Netzwerk von Höhlen befand in denen ganze Familien gelebt haben, und wir lauschen gebannt und haben das Gefühl, gerade von Zeitzeugen ein Stückchen Weltgeschichte beigebracht zu bekommen!

Und dann, wenn einem danach ist, besinnt man sich auch einfach mal ein wenig auf sich selbst, läuft ein Stück allein und lässt die meditative Ruhe der Bergwelt auf sich einwirken.

Helden, die sich einbilden voranzurennen und immer eine halbe Stunde vor allen anderen ankommen zu müssen, gibt es bei uns nicht. Justin, der konstanteste Wanderer unter uns, der eigentlich immer ganz vorn und direkt hinter Chandra läuft, ist gleichzeitig auch der rücksichtsvollste von uns allen, was einem irgendwie das beruhigende Gefühl gibt, dass da vorne immer jemand ist, der einen nicht vergisst. Auch Quertreiber, die an allem etwas zu meckern hätten, haben wir nicht dabei und Lorraine bringt es irgendwann ziemlich treffend auf den Punkt: wir haben hier niemanden, der irgendwie anstrengend oder komisch ist – es sei denn ich bin es selber und habe es nur noch nicht gemerkt ;-)...

 

Später am Tage erreichen wir dann Namche Bazaar. Was wir vorfinden ist einigermaßen überraschend: ein Trecker-Paradies, in dem es neben unzähligen Souvenir- und Outdoor-Shops mehr Schokoladensorten gibt, als im Supermarkt in Melbourne. Hier gilt es ein letztes Mal durchzuschnaufen und noch die letzten vielleicht fehlenden Ausrüstungsgegenstände zu erwerben, bevor es dann richtig in die Höhe geht. Ich investiere mein Geld in zwei Kartenspiele – eine hervorragende Entscheidung, wie sich später zeigen wird!

Nach Namche stoßen wir endlich in die Regionen jenseits der 4000 Höhenmeter vor. Es ist zwar nur eine Zahl, aber irgendwie hat trotzdem fast jeder darauf gewartet.

Dennis allerdings macht die Höhe am Anfang schwer zu schaffen. Gemeinsam mit Michelle hatte er sich zwar gewissenhaft vorbereitet und mehr oder weniger alles erklettert, was England an Bergen zu bieten hat. Auf die dünnen Luft im Himalaya hatte ihn das allerdings nicht vorbereitet.

Die Nächte werden nun noch einmal deutlich kälter. Das Anzünden des Ofens in den nach Sonnenuntergang lausig kalten Aufenthaltsräumen ist jeden Abend ein absolutes Highlight. Doch spätestens nach der zweiten Ladung Yak-Dung ist in der Regel Schluss. Brennmaterial ist oberhalb der Baumgrenze eine Kostbarkeit.

In unseren Zelten messen wir Temperaturen weit unterhalb des Gefrierpunktes. Wenn man sich da mitten in der Nacht aus seinem Schlafsack quälen muss, um zu einem rudimentären Plumpsklo rüber zu laufen, fragt man sich schon das ein oder andere Mal, warum man sich das antut. Die Antwort folgt sobald man den Reisverschluss des Zeltes öffnet: der Sternenhimmel, der sich über den Berggipfeln erhebt, ist von so spektakulärer Schönheit, dass man die Augen gar nicht abwenden kann! Und ein kleiner Schnack mit den anderen, die am Klo bereits Schlange stehen - Akklimatisierung geht mit erhöhtem Harndruck einher - ist ja auch ganz nett...

Unsere Crew ist sich der Mühen des Aufstehens durchaus bewusst. Um ihre Schäfchen trotzdem in einigermaßen akzeptabler Zeit aus den warmen Schlafsäcken hinaus in die kühle Morgenluft und an den reichlich gedeckten Frühstückstisch zu locken, bedient sie sich eines besonderen Tricks: gemeinsam mit dem Weckruf wird eine Tasse heißen schwarzen Tees gereicht, der von uns noch eingekuschelt, aber immerhin schon mal sitzend geschlürft wird. Das hilft ungemein um für ein paar Minuten zusätzliche Wärme in den Körper zu spülen, die in der Regel ausreichen, um schnell in die tiefgekühlte Wanderkluft hineinzuschlüpfen.

 

Nach diesem Ritual führt uns unser Pfad von Namche aus in Richtung des winzigen Dorfes Gokyo, zu Füßen des Gokyo Ri. Mit 5360 m ist das nach Himalaya-Maßstäben eher ein Hügel, der aber spektakuläre Aussichten verspricht. Für Heike der vorgezogene Höhepunkt unserer Wanderung, den sie auf keinen Fall verpassen will, obwohl sie der berüchtigte Kumbhu-Cough als eine der ersten aus unserer Gruppe erwischt hat. Die Idee sich in Gokyo, wohin wir am Nachmittag zurückkehren werden, auszuruhen, wird entsprechend vehement abgelehnt. Zumindest aber lässt sie sich überzeugen, den Rucksack an diesem Tag zurückzulassen, da ich verspreche ein paar Extra-Schokoriegel einzupacken.

Bereits beim Aufstieg ist klar, dass sich die Mühe lohnen wird, und oben angekommen streicht unser Blick über eine Unzahl an schneebedeckten 6, 7 und 8000ern, türkisgrüne Seen und den Ngozumpa, den längsten Gletscher des Himalaya! Eine bessere Aussicht wird man auf diesem Planeten lange suchen müssen!

Und wenn man sich dann noch klar macht, dass wenn man jetzt spucken würde, die Spucke erst 500 Meter fiele, bevor sie auf den Gipfel das Mont Blanc aufschlüge, dann kommt einem der Gokyo Ri auch gleich viel beeindruckender vor...

 

Der Abend ist angenehmerweise extrawarm. In der vermutlich besten Lodge des ganzen Trips, ist der Aufenthaltsraum richtig gut geheizt.

Wie immer, und das dreimal am Tag, erwartet uns ein ausgezeichnetes und reichliches Mahl. Schlaf und Kalorien, das ist das Geheimnis des erfolgreichen Himalaya-Wanderers, so ist unser Guide Juddha überzeugt, und entsprechend werden Biru und Chandra nie müde, uns noch einen Nachschlag anzubieten!

Für Heike und alle anderen, denen ein Infekt oder die Höhenkrankheit zu schaffen macht, macht Juddha nach dem Essen dann ein kurze Transformation zum Krankenpfleger/Drogendealer durch und versorgt uns mit allem, was die Reiseapotheke zu bieten hat.

Noch ein kurzes Briefing zum nächsten Tag und schließlich der heimliche Höhepunkt eines jeden Abends: heiße Schokolade – double strength and double milk, please!

Die übrige Zeit vor der in der Regel recht frühen Nachtruhe wird sich mit lesen, Karten spielen, malen, Postkarten schreiben oder quatschen vertrieben. Jeder wie er mag und eigentlich macht jeder mal bei allem mit. Justin und Martin gemeinsam mit Heike und mir bilden den harten Kern der Uno-Gruppe oder genauer gesagt der Mit-Zwei-In-Namche-Erstandenen-Kartenspielen-Improvisierten-Erstaz-Uno-Gruppe. Was für ein Spaß! Obwohl Uno ja durchaus schon ein bisschen in die Jahre gekommen ist, gibt es eigentlich kein Spiel bei dem mehr gelacht wird, und es kennt einfach jeder die Regeln!

 

Der nächste Tag wartet mit unserer ersten Gletscherüberquerung auf, was mich völlig aus dem Häuschen bringt. Sehen die Himalaya-Gletscher auf den ersten Blick zwar wie hässliche Betonminen aus, so kann man sich auf die Dauer und vor allem aus der Nähe ihrer rauen Schönheit und majestätischen Ruhe nicht entziehen.

Das Terrain wird von nun an deutlich anspruchsvoller, sehr zu unserer Freude, denn Heike und ich, das stellen wir jetzt einfach mal ganz unbescheiden fest, gehören zu den trittsichersten in der Gruppe. Ganz im Spirit unserer Gruppe wird das von den anderen erfahrenen Kletterern und uns natürlich dazu genutzt, um zu helfen und nicht um voranzupreschen.

Ach ja, by the way, da war doch noch was: es ist schon der 15. November, Heikes Geburtstag! Das habe nicht nur ich nicht vergessen, sondern auch unsere gesamte Crew nicht. Morgens hatte uns Biru bereits mit einem fröhlichen „Happy Birthday!“ geweckt und jetzt am Abend strahlt Heike im Schein der Kerzen auf ihren Geburtstagskuchen über Mütze, Schal und Karte, unterschrieben von allen Guides und Portern, die sie übereicht bekommt. Wie unsere Crew auf 4700 m einen Geburtstagkuchen zubereiten konnte bleibt uns allerdings ein Rätsel :-).

 

In aller Frühe geht es am nächsten Morgen los, denn es steht die Königsetappe an. Die Bäche sind zugefroren, als wir uns auf den Weg zum Cho La-Pass machen. Zehn Stunden wird die Wanderung in das benachbarte Bergtal dauern, eine steile Geröllwand hinauf und an der anderen Seite über einen Gletscher wieder hinunter. Nicht alle Gruppen schaffen es geschlossen über diesen Pass, es gibt prinzipiell auch die Möglichkeit ihn weitläufig zu umgehen, doch verpasst man dann einige der schönsten Teile des Everest-Circuit. Juddah aber wird es gelingen, die notwendige Ruhe auszustrahlen und dabei gleichzeitig zu motivieren, so dass wir alle gemeinsam nicht nur dieses sondern auch alle kommenden Hindernisse überwinden werden. Bereits an unserem ersten Tag hatte er angekündigt, dass wir sein „Strong Team“ sind und letztlich hat er selbst sehr dazu beigetragen, dass es auch genau so gekommen ist. Eine bemerkenswerte Leistung!

Lorraine, die vielleicht konditionsstärkste Wanderin unserer Gruppe und die einzige, die während des gesamten Urlaubs völlig auf den Einsatz von Medikamenten gegen Höhenkrankheit verzichten wird, fühlt sich im steinigen Gelände zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wirklich zu Hause und wird von Biru an der Hand zur Passhöhe hinauf geleitet. Das ganze sieht aus wie ein wunderbarer Tanz und es ist eine Freude, den beiden dabei zuzusehen!

Heike und ich sind völlig in unserem Element, erklären die Passüberquerung zu unserer Lieblingsetappe und helfen so gut wir können. Bernice ist ein wenig langsam unterwegs, sie hat schlichtweg nicht genug gegessen und ihr fehlt die notwendige Energie. Ich überzeuge sie von einer Pause, bleibe gemeinsam ein wenig mit ihr zurück um einen Energierigel zu vertilgen und so erreichen wir halt eine halbe Stunde später die Passhöhe, wo wir uns glücklich mit den anderen in die Arme fallen, bevor wir uns hinter einem Felsen verstecken, um vor dem schneidenden Wind Schutz zu suchen.

Nach der Pause kommen beim anschließenden Schneestapfen dann endlich unsere Crampons zum Einsatz, worauf Martin und ich schon seit Tagen hingefiebert hatten!

 

Bis nach Gorak Shep, dem letzten Zwischenstopp vorm Basecamp, ist es nun nicht mehr weit. Auf 5160 m werden wir die folgende Nacht verbringen, der höchste Schlafplatz auf unserm Treck. Aber zunächst einmal - genau - zum legendären Basecamp. Rund zwei Stunden wandern wir die Seitenmoräne des Khumbu-Gletschers entlang. Im Vergleich zu den vergangen Tagen herrscht hier deutlich mehr Betrieb, denn wir sind jetzt auf dem sogenannten Everest-Highway unterwegs, der vielleicht beliebtesten Wanderroute im Himalaya. Irgendwann kommt dann ein Steinhaufen übersäht mit Gebetsfähnchen in Sicht, um ihn herum drängen sich die Wanderer mit ihren Kameras. Wir sind da! Von hier starten während der Saison im April und Mai die Expeditionen zum Gipfel. Dann werden hier ein wenig abseits des Haupttouristenpunktes die Gesteinsbrocken zur Seite geräumt, Zelte aufgestellt, ein rudimentäres Plumpsklo gebaut und es herrscht reger Betrieb. Der gefürchtete Khumbu-Icefall, die erste große Hürde auf dem Weg zum höchsten Punkt der Erde, liegt direkt vor uns! Da sich der Gletscher täglich um mehr als einen Meter Richtung Tal schiebt, verändert das Camp seine Position regelmäßig.

 

In der Nacht macht die dünne Luft das Schlafen zur Kunst. Alle paar Minuten, so zumindest mein Gefühl, wache ich röchelnd auf und muss ein paar Mal tief schnaufen, bevor mir wieder die Augen zufallen. Was soll’s? Für den nächsten Tag steht ja nur der Kala Pattar, was soviel heißt wie Schwarzer Fels, auf dem Programm. Der ist zwar mit 5640 m die höchste Erhebung unserer Tour, neben Everest und Co. wirkt er aber winzig klein. So schlimm kann es also nicht sein...

Wir starten lange vor Sonnenaufgang, denn nach dem Kala Pattar beginnt direkt unser Rückweg Richtung Lukla und wir haben einen langen Tag vor uns. Es ist bitterkalt und nach der ersten Stunde bin ich überzeugt, dass mir mindestens vier Zehen und zwei Finger abgefroren sind. Als die Sonne endlich über die Gipfel lugt ist die Freude groß. Die Euphorie verfliegt bei mir aber recht schnell wieder, denn ich bin am Ende meiner Kräfte. Der wenige Schlaf und die Höhe in Kombination mit dem Khumbu-Cough, der mich als einer der letzten unserer Gruppe wohl auch noch erwischt hat, machen mir schwer zu schaffen. Endlich auf dem Gipfel kann ich mich kaum noch dazu aufraffen, den vielleicht berühmtesten Blick auf den Everest zu bewundern. Die Fotos dieser grandiosen Aussicht wird nur Heike schießen. Wobei, wenn ich darüber nachdenke, ist das ja eigentlich gar nichts besonderes ;-)...

 

Von nun an geht es nur noch abwärts. Zumindest theoretisch. Mittlerweile haben wir alle verstanden, dass „Nepalese flat“ nichts mit flach im eigentlichen Sinne zu tun hat. Auch wenn unsere Ankunftsorte in den nächsten Tagen in absteigender Höhe liegen werden, wird es nach wie vor immer mal wieder ordentlich hinauf gehen. Die Stimmung in der Gruppe ist nach wie vor super und es ist ein gutes Gefühl, dass wir all gemeinsam die schweren Etappen gemeistert haben.

Unser Guide Juddha lockert zur Feier des Tages seine Regeln ein wenig und ab sofort ist Duschen erlaubt! Die letzten Wochen hatte er dringend davor abgeraten, da es seiner Meinung nach das Erkältungsrisiko erhöht. Wir sind skeptisch, ob da wohl was dran ist, denn husten tut mittlerweile eigentlich fast jeder aus unserer Gruppe, auch ohne duschen. Am schlimmsten hat es vermutlich Bernice erwischt, der es ein wenig schwer fällt das Lächeln beizubehalten, das sie während der ersten zwei Wochen ständig auf den Lippen hatte, während gleichzeitig ihre Lunge penetrant versucht aus ihrem Hals zu hüpfen. Auch Chris hatte während der ganzen langen Etappen schwer zu kämpfen, ohne es sich wirklich anmerken zu lassen. Nur ihr unglaublicher Wille, trotz schlimmer Erkältung jegliche Aussichtspunkte und Highlights auf dem Treck zu erreichen, gepaart mit der notwendigen Ruhe gemeinsam mit Juddah ein wenig hinterher zu laufen, führte sie jedes Mal zum Ziel.

Die meisten von uns machen von den gelockerten Regeln allerdings dann keinen Gebrauch und verschieben die Dusche auf Lukla. Streng riechen tut erstaunlicherweise eh keiner oder wir haben uns schlichtweg an den Geruch gewöhnt... Nur unsere Guides und Porter zelebrieren die gelockerten Regeln, schneiden sich dazu noch gegenseitig die Haare und sehen nach einer Rasur völlig verändert aus! Wir Wanderer dagegen genießen ein kühles Everest-Bier, Sonne und Aussicht und sorgen uns um sonst nicht viel...

 

Als wir am nächsten Tag in Namche ankommen, halten es Heike und Lorraine allerdings doch nicht länger aus. Sie machen sich auf die Suche nach einem Friseur und lassen sich dort die Haare waschen! Vor allem Lorraine ist danach völlig euphorisch, rennt begeistert das erste Mal seit Wochen ohne Kopftuch herum und fragt Heike gleich mehrmals: „How good was this hair wash???”

Die Wiederankunft in Namche fühlt sich bereist ein wenig wie Heimkehr an. Ab jetzt sind wir auf den bekannten Pfaden des Hinwegs unterwegs. Beim Verlassen der Sherpa-Hauptstadt läuft uns sogar ein schillernd bunter Fasan über den Weg, der Nationalvogel von Nepal.

Wir kommen zu dem Punkt, wo wir vor einer gefühlten Ewigkeit den ersten Blick auf den Mount Everest geworfen haben, und nehmen schweren Herzens Abschied. Ob wir jemals zurückkehren werden?

Danach unsere wunderbaren Doppelhängebrücke! Den entgegenkommenden noch frischen Wanderern steht die Vorfreude ins Gesicht geschrieben – zu recht wie wir bereist wissen!

 

Der weitere Rückweg fühlt sich rasend schnell an, die Anspannung und Vorfreude des Hinwegs ist in Ruhe und Zufriedenheit übergegangen. Schon erreichen wir Ghat, wo wir unsere letzte Zeltnacht verbringen werden, genau wie die erste. Wir treffen auf eine Schulgruppe, die sich auf den Weg ins Hochgebirge und zum Everest Base Camp macht und deren Reise Heikes Kollegin mitorganisiert hatte. Sie haben alle Blockflöten dabei, auf denen sie ständig mehr schlecht als recht spielen. Denn Teil ihrer Reise ist, dass sie einer nepalesischen Schule einige Tage lang beim Bau eines neuen Gebäudes helfen werden. Dazu werden sie ein kleines Konzert geben und die Flöten dann dort lassen. Ein tolles Projekt und vermutlich der unglaublichste Schulausflug, von dem wir je gehört haben... Allerdings durchaus üblich in Australien...

Abends dann schon der Abschied von zwei unserer Guides und den Portern. Jeder wird einzeln aufgerufen, schüttelt allen die Hände und bekommt sein Trinkgeld für die harte Arbeit der letzten Wochen überreicht. Die Stimmung ist prima, es wird viel gelacht und man spürt die ehrliche Dankbarkeit unserer Gruppe gegenüber den oftmals unsichtbaren Helfern. Denn nur durch ihre unermüdliche Arbeit hinter den Kulissen konnten wir diese Tour durch den Himalaya in vollen Zügen genießen.

Danach bemalen wir ein T-Shirt, vor allem mit Sprüchen aus den letzten drei Wochen. Es bekommt einen Ehrenplatz an der Hüttenwand wo zukünftigen Generationen von unseren Abenteuern berichten wird. Natürlich hängt es neben etlichen anderen ähnlichen T-Shirts, die die Hütten bis hinauf zum Basecamp schmücken. Doch für Juddha ist es das erste Mal, dass eine seiner Gruppen eines bemalt hat, und wir haben zu unser aller Freude schon das Gefühl, dass er ein wenig stolz ist...

 

Nun steht eigentlich nur noch eine letzte Hürde bevor: der Rückflug von Lukla! Nicht das jetzt irgendjemand plötzlich Bammel vorm Fliegen hätte, sondern vielmehr vor dem  Gegenteil, nämlich dass wir nicht fliegen können. Juddha hatte mit ein paar Horror-Stories von einwöchigen Nebelfeldern, bei denen kein Flugzeug oder Heli starten kann, sozusagen nicht hinterm Berg halten können. Für uns aber ist die Wettervorhersage gut und wir hoffen, dass sie das auch morgen noch sein wird....

 

Beim Anblick unserer Hotelzimmer in Lukla mitsamt eigener Dusche wird uns allen ganz warm ums Herz! Frisch gesäubert treffen wir uns zum letzten Lunch im Himalaya mit den anderen. Als ich mich nach dem Essen zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder ins Internet einlogge ein Schock: es erreichen uns traurige Neuigkeiten aus Deutschland. Am Telefon erfahren wir was geschehen ist. Wir können es nicht fassen.

Tief bewegt und geprägt durch die letzten Wochen bei den Buddhisten des Himalayas, beschließen wir zur großen Gebetsmühle von Lukla zu gehen, um einem lieben Menschen eine gute letzte Reise zu wünschen. Keiner von uns beiden weiß danach so richtig was er sagen soll und bei einer Tasse Tee sind wir einigermaßen in unsere Gedanken versunken.

 

Zurück in Kathmandu, das Wetter in den Bergen hatte also gehalten, bleibt ein wenig Zeit, um sich noch einmal durch den Trubel der Stadt treiben zu lassen. In den Gässchen und Läden von Thamel geraten wir in einen kleinen Kaufrausch und erstehen eine nicht unbeachtliche Anzahl an Souvenirs und Schals, dank nepalesischer Preise allerdings ohne dabei wirklich arm zu werden.

Der Verkehr in den Straßen hat im Vergleich zu unserer Ankunft vor knapp drei Wochen deutlich nachgelassen, denn neben den Folgen des Erdbebens leidet Nepal jetzt auch noch unter Benzinmangel. Indien hatte schon vor Monaten die Grenzen dicht gemacht und das kleine Nepal scheint irgendwie zum Spielball der Großen im Machtkampf mit China zu werden. Über das warum ist sich keiner so richtig im Klaren und wir hören die unterschiedlichsten Meinungen dazu. Der Treibstoffmangel führt nicht nur zu weniger Autos und Mopeds auf den Straßen, sondern auch dazu, dass nahezu alle Inlandsflüge außer nach Lukla und Pokhara eingestellt wurden, Restaurants geschlossen sind, da der Brennstoff zum Kochen fehlt, und Reiseveranstalter ihre Buchungen canceln müssen, da sie die Verpflegung ihrer Wanderer nicht mehr sicher stellen können. Dass wir nicht betroffen waren lag auch daran, dass World Ex vorgesorgt und Vorräte in großen Mengen zum richtigen Zeitpunkt beschafft hatte, so dass all Reisen ohne Einschränkung durchgeführt werden konnten.

 

Am letzten gemeinsamen Abend lernen wir die Frau unseres Juddha kennen. Sie überreicht jedem von uns einen Gebetsschal und wir bedanken uns auf nepalesische Weise: die Hände zusammengelegt, ein leichtes Nicken mit dem Kopf und das Wort „Dhanyabad“. Warum diesem friedfertigen und gutmütigen Volk keine politische Stabilität gelingen will und es immer wieder unter seinen politischen Eliten leiden muss, bleibt uns ein Rätsel.

 

Kurz darauf schlendern wir auch schon über einen ziemlich leeren Flughafen und warten auf den Flieger nach Hongkong, wo vor so unglaublich langer Zeit unsere Reise begonnen hatte.

Die Ankunft in Melbourne ist etwas holprig, das aber nur im eigentlichen Wortsinne. Die letzte halbe Stunde vor der Landung werden wir ordentlich durchgeschüttelt und es ist uns ziemlich flau im Magen als wir endlich auf dem Boden aufsetzen.

Bei unserer Ankunft zu Hause um Mitternacht wartet dann sogar noch eine riesige Überraschung auf uns: unsere Freunde Dori und Nicky haben für Heike ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk im Wohnzimmer aufgebaut und uns bereits Frühstück und Lunch für den nächsten Tag eingepackt. Eine tolle Begrüßung, bevor am nächsten Tag für uns dann wieder die Arbeit beginnt...

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Ingeborg (Dienstag, 23 Februar 2016 08:09)

    Tolle Fotos! Wir beneiden euch!!
    Mama